Im Rückspiegel - Berichte über unsere Aktivitäten
Besuch im Caritas Baby Hospital in Bethlehem
Alle Jahre wieder: Meine Perchtoldsdorfer Freundin und ich besuchen den kaufmännischen Leiter des Caritas Baby Hospitals in Bethlehem – Erwin Schlacher, einen Steirer –, um die Kollekte unserer Pfarre aus der Weihnachtsmette „spesenfrei“ zu überbringen – diesmal rund 1.500,– Euro.
Wie jedes Jahr hatten wir geglaubt, dass sich die politischen Bedingungen, unter denen die palästinensische Bevölkerung stöhnt und die natürlich auch dem Spital aufgrund der exponierten geografischen Lage zu schaffen macht, nicht mehr verschlimmern könne. Wie jedes Jahr hatten wir uns getäuscht. Durch den rasch fortschreitenden Bau der israelischen Sperrmauer werden die Anfahrtswege für die meist sehr armen Eltern der kleinen Patienten immer schwieriger und kostspieliger.
Der vergangene Winter war besonders kalt und dauerte lang. Die Ärzte, im einzigen Kinderspital in Palästina, waren mit einem für sie völlig neuen Krankheitsbild konfrontiert: Kinder, deren Körpertemperatur um die 25° C lag; Lungenkrankheiten sind sehr häufig und viele Kinder sind zudem stark unterernährt und im Wachstum zurückgeblieben. Wir sahen einen 15-jährigen Buben, der aussah wie 8-jährig, über den wir mit Bestürzung erfuhren, dass er nur mehr wenige Monate zu leben hätte. Er lächelte uns an, mit traurigen Augen. Andererseits ein fröhliches ca. 4-jähriges Mädchen, das vergnügt umherhüpfte, von Ärzten fassungslos beäugt, die vor kurzem erklärt hatten, dass es ohne künstliche Sauerstoffzufuhr nicht wird überleben können.
Wunder, wie dieses, gehören im Baby Hospital zum Alltag. Das Credo des Spitals ist es, jedes kranke Kind aufzunehmen – ungeachtet seiner Herkunft, seiner Religionszugehörigkeit und seines sozialen Milieus.
Anlässlich der diesjährigen österreichischen Bischofskonferenz, die ja im „Heiligen Land“ stattfand, besuchten die Bischöfe das Spital und waren sehr beeindruckt.
Da das Spital viele Sozialfälle betreut und auf Spenden angewiesen ist, war unser Beitrag höchst willkommen. Ich kann guten Gewissens versichern, dass mit den Spendengeldern sehr sorgsam umgegangen wird. Die Zahl der Betreuten steigt ständig, da ja auch die Not immer größer wird.
Es ist uns auch gelungen, Kontakte zwischen dem Babyspital und einer privaten Initiative in Bethlehem herzustellen, die sich um die „Ärmsten der Armen“ kümmert. Diese Freunde von uns verteilten vor Weihnachten rund 500 Pakete mit Kleidung, Decken, Spielzeug und Nahrungsmitteln an die allerärmsten Familien. Da das Spital oft Kleidung von privaten Spendern bekommt, wird nicht Benötigtes jetzt an diese privaten Helfer weitergegeben.
Ein herzliches DANKE an alle, die mit ihrer Spende dem Caritas Baby Hospital in Bethlehem geholfen haben.
Traude Mesensky
Hinaus in die Natur, in Gottes Schöpfung!
Am Montag vor Christi Himmelfahrt gibt es schon seit geraumer Zeit den Bittgang durch die Maurer Weinberge. Auch heuer war es wieder so weit. Leider konnte dieses Mal P. Andreas aus unserer Nachbarpfarre St. Hubertus nicht dabei sein. Mit zahlreichen Maurer Weinbauern ging es zunächst zum Gedenkstein der Familie Steinklammer. Dort sprach ich ein Gebet über die Stadt und segnete die Gärten und Fluren. Anschließend ging es dann wieder nach St. Ursula, wo wir uns an den Maurer Weinen labten, die einige Weinbauern gespendet haben.
Vor 5 Jahren wurde die Bildeiche zum 100-jährigen Bestandsjubiläum des Maurer Gartenbauvereins ihrer Bestimmung übergeben. Heute zieren schon unzählige Gnadenbilder den Baumstamm. Am Samstag, dem 3. Mai, fand die erste Maiandacht dieses Jahres bei diesem markanten Punkt im Maurer Wald statt. An die 70 Personen waren der Einladung der Pfarre und der Heimatrunde gefolgt. Ein Bläsertrio begleitete musikalisch die Andacht. Thematisch ging es um die Geistsendung. Offenen Herzens erwarteten die Jünger mit Maria das Kommen des Beistands, den Jesus verheißen hatte. Mit einer kleinen Agape, die das Ehepaar Buberl mit Mitgliedern der Maurer Heimatrunde vorbereitet hatte, ging das kleine Fest bei strahlendem Sonnenschein zu Ende. Abschließend sei der Heimatrunde, aber auch den zahlreichen Weinbauern für ihre Spenden gedankt!
Pfarrer Georg Henschling
Skiwochenende in Donovaly
Einige von uns Ministranten und andere begeisterte Skifahrer aus unserer Pfarre sind der Einladung von unserem Kaplan gefolgt, mit ihm ein Skiwochenende in seinem Heimatland zu verbringen.
Am Freitagnachmittag, dem 14. März, war es soweit. Trotz strömenden Regens waren wir alle guter Laune und brachen unter der Leitung von Kaplan Marian in Richtung Donovaly auf. Nach mehrstündiger Fahrt erreichten wir den – zu unser aller Überraschung – winterlich verschneiten Skiort in den Karpaten. Empfangen von einem guten Abendessen in unserem 4-Sterne Hotel klang der erste Abend unseres gemeinsamen Wochenendes aus.
Am nächsten Morgen, nach einem ausgiebigen Frühstück, konnten wir bald bei strahlendem Sonnenschein unsere ersten Schwünge durch den Schnee ziehen. Unsere zwei jüngsten Teilnehmer, die noch keine Pistenerfahrung hatten, wurden in einer Skischule in die Grundzüge des Skifahrens eingeführt. Am Nachmittag konnten sich alle müden Skifahrer im Pool des Hotels entspannen. Abends wurde unsere lustige Runde durch den Besuch von Verwandten Marians erweitert.
Am Sonntag zeigte unser Kaplan, dass er nicht nur ein begeisterter Skifahrer ist, sondern auch ein guter Skilehrer sein kann. Unter seiner Leitung rutschten unsere kleinen Anfänger schon recht gekonnt über die Piste. Nachmittags mussten wir leider schon wieder unsere Heimfahrt antreten. Ein Essen in einem typisch slowakischen Restaurant bildete einen gelungenen Abschluss unseres gemeinsamen Wochenendes. Trotz der kurzen Zeit, die wir gemeinsam verbracht haben, war es ein sehr schönes Erlebnis, an das ich mich und sicher auch alle anderen, gerne erinnern werde.
Thomas Prokisch
Kinderhilfe Bethlehem

Schon zum zweiten Mal durfte ich die zu Weihnachten in der Pfarre St. Erhard-Mauer gespendete Kollekte in das Caritas Baby Hospital nach Bethlehem bringen und dort persönlich übergeben. Diesmal waren es € 1.900,– und die Freude war groß.
Wieder konnte ich mich vor Ort darüber informieren, welch hervorragende Arbeit dort geleistet wird. Es ist das einzige Krankenhaus für eine halbe Million Kinder in der Region, das auf Kleinkinder spezialisiert ist.
Wir sehen in den Fernsehnachrichten Berichte über den Nahost-Konflikt. „Nicht schon wieder!“ denken wir oft. Wir können den Fernsehapparat ausschalten, aber für die Menschen in Palästina geht das Leben weiter. Und dieses Leben bedeutet: Not, Armut, Unsicherheit und im Winter Kälte.
Kinder trifft es besonders hart. Die hygienischen Verhältnisse sind schlecht. Wenn dazu noch Fehl- oder Mangelernährung kommen, wird jeder Infekt eine Bedrohung für das junge Leben. Die Kinderhilfe in Bethlehem ist für alle da, sie hilft den Ärmsten ohne nach Nationalität oder Religion zu fragen.
Im vergangenen Jahr wurden 34.000 Kinder behandelt, das bedeutet eine Steigerung von 3.000 gegenüber 2005. Dies ist umso bemerkenswerter, als durch den nunmehr fast fertiggestellten Mauerbau rund um Bethlehem der Zugang zum Spital sehr erschwert wurde. Trotzdem war das Spital 3 Monate lang überbelegt.
Aufgrund des Mauerbaus – der das Leben der Palästinenser in einem für uns unvorstellbaren Ausmaß beeinträchtigt – hat die Kinderhilfe Bethlehem neue Schwerpunkte gesetzt:
- Gesundheitsvorsorge mit Müttern;
- Sozialarbeit – in Härtefällen werden z. B. Rechnungen für Medikamente und Operationen übernommen;
- Projektarbeit – in der gesamten Region werden lokale Initiativen und Projekte in den Bereichen Medizin, Gesundheit und Erziehung unterstützt;
- Ausbildung – einheimische Frauen werden zu Krankenpflegerinnen ausgebildet.
Ich bin immer wieder beeindruckt von der Effizienz und der Freundlichkeit, mit der dieses Spital geführt wird. Unsere Spende dient dazu, dass Familien einen Weg in eine bessere Zukunft finden. Die Menschen in Bethlehem sind dankbar, dass sie von der Welt nicht vergessen werden und ihre Stadt ein Ort der Hoffnung für alle bleibt.
Traude MesenskySeniorentanz-Faschingsreport
Der Faschings-Dienstag hat in Mauer seit langem Tradition. Nicht nur die Maurer Jugend versteht, den Fasching zu feiern und das Tanzbein zu schwingen, auch die Jung-Gebliebenen nützen begeistert, alljährlich, mit viel Freude und lockerem Spaß diesen Termin. Er hebt aus dem oft grauen Alltag, lässt Sorgen und Schmerzen vergessen und wird zum geselligen Erlebnis! Die vielen originellen, fantasievollen Kostüme überraschen jedes Mal; die heiteren Quiz-Fragen, als „Hochschul-Sketch“ humorvoll verpackt – unter anderem musste spontan ein Faschings-Vierzeiler gedichtet werden – das äußerst umfangreiche Buffet – vom leckeren Heringschmaus bis zu köstlichen Süßigkeiten – erfreute Aug + Gaumen. Alle Tänzer(innen) trugen freudig dazu bei.
Einen besonderen Glanzpunkt mit humorvoller Note verlieh dem Fest unser Herr Pfarrer Georg Henschling, der, gut gelaunt, sogar in originellem Faschingskostüm, mit uns die Polonaise und einige fröhliche, schnelle Tänze aus aller Welt mitmachte!
Da seine Zeit natürlich stets bemessen ist, sprang auch unser Herr Kaplan Marian in der Halbzeit originell ins lustige Faschingstreiben.
Viel Tanz – viel Spaß – eine lustige Tombola – ein Abschiedstanz – und schon ist alles Vergangenheit und endet im Aschermittwoch!
Ilse Soukup
Es war ein gelungenes Fest: der Jugend- bzw. Pfarrball
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Und ich kann unserer Tina Holper nicht genug danken, dass sie die Organisation dieses „Events“ – wie man heute so schön sagt – auf sich genommen hat. Sie und ihr Team haben wirklich tolle Arbeit geleistet. Wenn man sich mit derartigen Vorbereitungen noch nie beschäftigt hat, weiß man nicht, wie viel Mühe, Arbeit und Zeit dahinter stecken. Ich kann dies sehr gut beurteilen, da mein Mann und ich viele Jahre hindurch das Pfarrfest und den Kathreintanz organisiert haben. Es war schön zu erleben, dass eine Pfarrgemeinde nicht nur gemeinsam beten und Messe feiern, sondern auch tanzen und lustig sein kann. Es war wirklich bewundernswert, mit welcher Präzision alles durchgeplant war: die Dekorationen im großen Saal und in den Nebenräumen, die Beleuchtung und Musik in der Disko und der Barbetrieb. Das Team hoffte auch auf einen großen Gewinn, damit es mit diesem die DEBRA AUSTRIA, Hilfsorganisation für Schmetterlingskinder, unterstützen kann.
Bei den Begrüßungsworten ließ unser Herr Pfarrer keinen Zweifel darüber aufkommen, dass er kein begeisterter Tänzer sei. Mit dieser Bemerkung hatte er sein „Tanzproblem“ elegant gelöst!
Das Jung-Damen- und Herrenkomitee tanzte die Polonaise, die zwar nicht von Prof. Elmayer einstudiert, aber trotzdem fehlerfrei war und Harald Serafin hätte sicher gesagt: Es war wunderbar!! – Ich schließe mich begeistert an. Der Anblick der festlich gekleideten jungen Leute erfreute besonders Herz und Augen der älteren Generation, sprich der Ballmütter, die alle auch noch sehr jugendlich sind.
Es war wirklich ein Fest für alle, nicht nur für die ambitionierten und begeisterten Tänzer. Man konnte plaudern und Brötchen essen und ausgezeichneten Wein der Maurer Heurigen verkosten. Der nicht enden wollende Nachschub an Brötchen ließ schließen, dass unzählige Hände am Werk waren, um die große Menge (es waren sicher an die 800 Stück!) herzustellen. Man konnte die Bar besuchen oder im gemütlichen Kaffeehaus bei selbst gebackenen Süßigkeiten plaudern. Wenn man weder tanzen noch Konversation betreiben wollte, konnte man der ausgezeichneten Band mit ihrer Sängerin zuhören.
Die größte Überraschung war jedoch die Tanzeinlage von unserem Kaplan Marian. Plötzlich erschien er mit seiner noch recht flotten Mutter – beide in slowakischer Tracht – und legten einen temperamentvollen Tanz aufs Parkett bzw. auf die Fliesen. Der Applaus war groß, man könnte fast sagen, es gab Standing Ovations. Kaplan Marian und seine Eltern dankten ganz herzlich für die freundliche Aufnahme in unserer Gemeinde und das wunderbare Fest.
Auch in der Küche funktionierte alles vorzüglich dank der fleißigen Küchenfee, die sich absolut nicht ablösen ließ.
Was wäre ein Ball ohne Mitternachtsquadrille? Auch diese fehlte nicht und trug sehr zur Belustigung aller Beteiligten und Zuschauer bei. Viele Maurer Firmen haben Tombolapreise gespendet, und so konnten die meisten Ballbesucher mit Gewinnen heimgehen.
Es war ein gelungenes Fest. Vielen, vielen Dank! Hoffentlich gibt es auch nächstes Jahr wieder den Pfarrball!
Lilli Stachl


