Auch unser Erlöser bereitete sich auf das Weihnachtsfest vor, wie der heilige Paulus im Brief an die Philipper schreibt: Jesus „hielt es nicht wie ein Raub fest, Gott gleich zu sein, sondern entäußerte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechtes an und wurde den Menschen gleich; seinem Äußeren nach als Mensch erfunden. Er erniedrigte sich und wurde gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz.“
Advent bedeutet für uns dasselbe, was es für Christus bedeutete: Die schonungslose Entäußerung unserer selbst, damit wir frei werden, uns mit aller Kraft in Liebe Gott und seinen Geschöpfen zuwenden. In der heutigen, auf Egoismus und Konsum aufgebauten individualistischen Welt ist es nicht leicht, alles loszulassen, sich freizumachen, durch das Nadelöhr zu gehen, um dann dort im tätigen, dienenden Lieben – im lebendigen Gott – gleichsam Fleisch zu werden, ja, neu geboren zu werden. Das ist das Ziel, denn Gott ist selbst die Liebe!
Eine wunderbare adventliche Aufgabe ist es also, aus der Gefangenschaft selbstbezogenen Egoismus auszubrechen und sich – nach dem Beispiel Jesu Christi – in der geschwisterlichen Liebe zu „inkarnieren“. Das herrliche Ziel steht vor uns; wenn wir gemeinsam aufbrechen, werden wir es erreichen.
Kommt, lasst uns pilgern auf dem Weg, den Christus uns zeigt!
Ich wünsche euch eine gesegnete und heilige Adventzeit!
Pater Csaba