Unser Leitbild

Wozu brauchen wir ein Leitbild?

Um dem Auftrag Jesu gerecht zu werden, spüren wir auch in unserer Pfarre Veränderungsbedarf. Unser Leitbild soll uns helfen, dabei

  • als Orientierungs- und Identifikationshilfe dienen:
    Es zeigt die unverwechselbare Eigenart der Pfarre St. Erhard-Mauer und bezeugt, wofür wir stehen. Wir verstehen es als Richtschnur unseres Handelns.
  • als Entwicklungsinstrument dienen:
    Es ermöglicht koordiniertes Handeln.

    Dazu muss es

  • unsere Identität, Grundsätze, Werte und Ziele beschreiben
  • Fragen nach Sinn, Werten, Visionen beantworten.

An wen richtet sich das Leitbild?

Das Leitbild dient der gesamten Pfarre St. Erhard-Mauer. Nicht nur der Pfarrer und seine hauptamtlichen, ehrenamtlichen und freiwilligen Mitarbeiter/innen richten sich nach diesem Leitbild. Es geht uns alle an, nicht nur die, die am Pfarrleben teilnehmen, sondern auch die, die der Pfarre oder Kirche distanziert gegenüberstehen.

Vision

Die Pfarrgemeinde St. Erhard-Mauer ist durch ihr Leben, Reden und Handeln anziehend für Leute, die ihren Glauben leben, für Menschen, die Hilfe brauchen oder zweifeln, und für solche, die allein sind, denen Gott abhanden gekommen ist.

Ziele

  • Wir schöpfen aus der Quelle des Lebens Jesus Christus, und an dieser Quelle finden wir auch zueinander. Unsere Pfarre ist Ort des Empfangens und Weitergebens der Freude am Glauben.

    „Kommt und seht; schöpft und trinkt.“

  • Unsere Gottessehnsucht und unser Miteinander sind ansteckend. Unsere Gemeinschaft bietet Geborgenheit, setzt etwas in Bewegung und reißt die Menschen zur Teilnahme mit. Wir sehen im Anderen ein Geschenk Gottes; so wird Begegnung in Wärme und Herzlichkeit möglich.

    „Gut, dass es dich gibt.“

  • Jeder Mensch ist begabt. Wir bringen als Gemeinde unsere Begabungen füreinander ein und wissen uns dabei von Gottes Liebe umfangen. Es ist uns ein Anliegen, Begabungen zu entdecken und zu fördern.

    „Es ist mehr möglich, als wir denken.“

  • Unsere Gemeinde ist offen und einladend, lebt die Gastfreundschaft und lässt Vielfalt zu. Es gibt nicht nur einen Zugang zum Glauben. Die Menschen sind mit Freude bei uns und kommen gerne wieder. Um den unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten der Menschen gerecht zu werden, gestalten wir das pfarrliche Leben vielfältig.

    „Vielfalt bereichert.“

  • Unser Umgang miteinander ist von Herzlichkeit und Vertrauen geprägt, wir akzeptieren Fehler und unterstützen einander.

    „Wir vertrauen uns Gottes heilender Nähe an.“

  • Die Pfarre St. Erhard ist für Mauer ein Ort der Orientierung, an dem viele Menschen einander begegnen und aus dem Glauben Kraft schöpfen. Sie ist ebenso ein gesellschaftlicher Faktor in Mauer und setzt Impulse.

    „Christus ist das Licht der Völker“ (Lumen Gentium 1)

  • Bei uns kann Freude wachsen, wir freuen uns am Gelingen unseres Tuns. Dabei vertrauen wir auf die Führung durch den Heiligen Geist.

    „Wir machen uns keine Sorgen, denn die Freude am Herrn ist unsere Stärke“ (Neh 8, 10).

Mission

Unsere Ziele fordern uns als Pfarre zum Handeln heraus. Was wir tun, geschieht im Blick auf Jesus Christus. Sein Umgang mit den Menschen ist unser Vorbild.

Die Gemeinschaft der Kirche

Im Sinne des II. Vatikanischen Konzils gestalten wir unsere Pfarre als Gemeinschaft. In den Grundvollzügen kirchlichen Lebens bedeutet dies für uns:

Liturgie

„Wo zwei oder drei in meinem Namen beisammen sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ (Mt 18, 20)

Im gemeinsamen Gebet und in der Feier der Liturgie entsteht eine Verbundenheit über menschliches Maß hinaus. Darum gestalten wir die Liturgie sorgfältig und lebendig. Dies gilt auch für die Feier der Sakramente, die uns Grundlage für unser spirituelles Leben sind.

Verkündigung

Wir sind als pilgerndes Gottesvolk unterwegs. Durch unser Leben, Reden und Handeln wird die Frohe Botschaft tagtäglich neu ins Heute übersetzt, wird Gottes Geist spürbar. Wir schweigen nicht von dem, was wir selbst vom Glauben gehört und gesehen haben (vgl. Apg 4,20), und stehen jedem Rede und Antwort, der auf der Suche ist (vgl. 1 Petr 3,15).

Caritas

Wir tragen konkrete soziale Verantwortung. Jede/r Einzelne ist für uns ebenso wichtig, wie er/sie für Jesus Christus wichtig ist.Deswegen stellen wir den Menschen in den Mittelpunkt, Wir schärfen unsere Achtsamkeit für Hoffnung und Freude, Trauer und Angst unserer Mitmenschen (vgl. Gaudium et Spes 1).

Gemeinschaft

In der Pfarre findet die Glaubensgemeinschaft der Kirche greifbaren Ausdruck. Wir gehen unseren Weg mit „brennendem Herzen“ (vgl. Lk 24,32). Unsere Weggemeinschaft gründet in Christus, sie reicht über unsere Pfarre hinaus. Wir suchen die Zusammenarbeit mit den anderen Christen in unserem Dekanat. Unsere Achtsamkeit gilt auch den Vorgängen im Vikariat, in unserer Diözese und in der Weltkirche, aber auch in den anderen Religionen.

Verantwortung („Commitment“)

Pfarrer, Kaplan, Diakon, Pastoralassistenten und die ehrenamtlich im Pfarrgemeinderat Tätigen tragen eine besondere Verantwortung. Sie pflegen eine förderliche Kommunikation untereinander und zu den anderen Mitgliedern der Pfarre. Ihnen ist auch die Sorge um eine lebendige Umsetzung des Leitbilds anvertraut.

Es geht uns alle an.
Lassen wir jeden Tag
das Leitbild lebendig werden.